Holzveredelung

 
Ästhetik und Haltbarkeit auf Basis natürlicher Rohstoffe.
 

Ölen

Geölte Holzböden bieten eine offenporige, atmungsaktive Oberfläche - im Gegensatz zu herkömmlichen Lacken, die die Holzoberfläche verschließen. Dennoch sind sie bei entsprechender Pflege resistent gegen Flüssigkeiten und widerstandsfähig.

 

Dämpfen

Beim Dämpfen wird das Holz durch Wärme- und Feuchtigkeitseinwirkung behandelt. Neben dem Abtöten von Schädlingen und dem Abbau von inneren Spannungen wird durch dieses Verfahren die Plastizierung des Holzes erreicht. Das Holz wird elastischer und weniger spröde und läßt sich so leichter weiterverarbeiten. Außerdem wird durch die Oxidation gerbstoffhaltiger Bestandteile eine dunklere Färbung des Holzes erreicht (z.B. bei Buche, Kirsche, Nussbaum). Auch diese Veredelungsart wird ohne Zusatz von Chemikalien durchgeführt.

 

Räucherung

Um die Farbe von gerbstoffreichen Hölzern wie z.B. Eiche zu verdunkeln und um diese Hölzer widerstandsfähiger gegen Schädlingsbefall und Witterungseinflüsse zu machen, empfiehlt sich das Räuchern des Holzes. Hierzu wird das Holz über einen Zeitraum von ca. 4-5 Wochen unter dem Einsatz moderner Vakuumtechnik der Einwirkung von Ammoniak ausgesetzt.  Durch die beim Räuchern entstehenden Salze wird das Holz elastischer und weniger spröde, so dass es leichter zu verarbeiten ist. Genau wie bei der Thermobehandlung werden bei diesem Verfahren keinerlei gesundheitsgefährdenden Stoffe eingesetzt.

 

Thermobehandlung

Bei diesem Verfahren wird das Holz wird auf über 200°C erhitzt. Die Farbe des Holzes dunkelt durch diese Behandlung ganz ohne den Einsatz von Chemie oder Farbstoffen nach. Die Vorteile dieser Behandlung sind z.B. die Erhaltung der natürlichen Holzstruktur oder die Reduzierung des Quell- und Schwindverhaltens des Holzes um bis zu 60%.

 

Bürsten

Beim Bürsten bzw. Strukturieren von Holz wird das weichere Frühholz ausgebürstet, während das Spätholz (die dunkleren Jahresringe) weitgehend erhalten bleibt. Dieser Vorgang wird in zwei Schritten durchgeführt: Zunächst wird das Holz vorbehandelt. Dazu wird eine mit vermessingtem Stahldraht besetzte Bürste (Cordwire) verwendet. Danach wird eine mit Schleifborsten (Korn 80) besetzte Bürste eingesetzt, um die Struktur des Holzes besonders hervorzuheben und das Holz zum Beizen oder Lackieren vorzubereiten.